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Fanseite des FC Ingolstadt 04
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Seit 2009 stürmt er in jeder Liga erfolgreich für unseren FCI: Moritz Hartmann gehört jetzt schon zu den absoluten Vereinslegenden in der Jungen Geschichte der Schanzer. Einst kam der gebürtige Oberviechtacher vom 1. FC Köln und hat längst in Oberbayern eine neue Heimat gefunden. Zwölf Treffer hat der 29-Jährige in der Premieren-Saison für die Schanzer erzielt. Hier unser großes, privates "Bomber-Portrait" vom vergangenen Sommer, der Startschuss unserer Portraitreihe "FCI-Bundesliga-Helden" der Saison 15/16. Wir haben Moritz Hartmann in der Festungsanlage der Schanz getroffen. Viel Spaß!
fci.de: Moritz, wir treffen dich hier im Schutterhof in einem Biergarten der etwas anderen Art. Die bayerische Lebensart und Essenskultur sagt dir also zu? Moritz Hartmann: Das bayerische Essen ist immer deftig. Das taugt mir natürlich vor oder nach dem Training nicht wirklich (lacht). Aber ab und zu geht das schon und ist echt lecker. Das bayerische Bier kann man sowieso immer ganz gut trinken. Die Biergärten in Ingolstadt sind sowieso alle schön. Und hier in den Festungsanlagen im Schutterhof – das ist schon etwas Besonderes. fci.de: Du bist seit 2009 in Ingolstadt. Was magst du an der Stadt besonders? Wo hältst du dich besonderes gerne auf. Hartmann: Ich bin oft in der Theresienstraße, um da einmal einen Kaffee trinken zu gehen. Da gibt es ja einige gute Läden. Ansonsten gefällt mir der Baggersee sehr gut. Generell ist Bayern mit seiner Natur wirklich sehr schön. Du bist in zwei Stunden in den Bergen, in Italien ist man auch verhältnismäßig schnell. Es gibt schon eine Menge Möglichkeiten, was man hier in seiner Freizeit machen kann. fci.de: Stichwort: Freizeit. Als Profi hat man gerade in der Vorbereitung und während einer Saison ja verhältnismäßig wenig Freizeit. Wie verbringst du deine freie Zeit am liebsten? Hartmann: Ich absolviere nebenbei ein Fernstudium. Darum muss ich mich auch nebenbei kümmern (lacht). Ich gehe gerne Essen und ins Kino. Wenn ich ein paar Tage frei habe, schaue ich mir sehr gerne auch andere Städte an. Die Umgebung mit Regensburg, Nürnberg, Salzburg oder den Gardasee habe ich ja schon kennenglernt. fci.de: Du sagst, du absolvierst ein Fernstudium. Hast du dir schon Gedanken über deine Zeit nach der Karriere gemacht? Hartmann: Ein ganz klares Bild habe ich hier noch nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt kann sich immer noch eine Tür öffnen, die man bisher noch gar nicht im Blick hat. Natürlich möchte ich gerne dem Sport weiter erhalten bleiben. In welcher Funktion – das steht noch in den Sternen. fci.de: Was wäre aus die geworden, wenn du kein Profi-Fußballer geworden wärst? Hartmann: Das ist schwer zu sagen. Aber vielleicht ein ordentlicher Einzelhandelskaufmann (lacht). fci.de: Du hast in den vergangenen Jahren auch die Menschen in Ingolstadt sicher kennengelernt. Spürst du in deinem Alltag die Vorfreude der Fans auf die Bundesliga? Hartmann: Die Euphorie ist sicherlich – speziell nach dem Aufstieg - wahnsinnig gewachsen. Jeder ist mit dem FCI-Virus infiziert und ganz Ingolstadt fiebert mit bei den Bundesliga-Partien. fci.de: Der FCI macht seit seiner Gründung eine rasante Entwicklung durch. Du hast mehr als die Hälfte dieser Zeit des Klubs miterlebt. Wie beurteilst du diese Entwicklung? Hartmann: Es ist absolut positiv, was hier in den letzten Jahren entstanden ist. Als ich hier angefangen habe, haben wir sofort den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Die darauffolgenden Jahre waren sehr hart, weil wir es verpasst haben, uns zu etablieren. Wir haben jeder Jahr gegen den Abstieg gekämpft. Letztes Jahr konnten wir erstmals von Beginn an punkten und sind sofort Meister geworden. Das war sicherlich nicht zu erwarten. fci.de: Gibt es eine Anekdote aus der Zeit, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Hartmann: Besonders auffällig ist natürlich der Unterschied in der Infrastruktur damals und heute. Unsere Kabinen waren sehr klein, die Duschen sehr alt, die medizinische Abteilung war, genauso wie unser Kraftraum in einem Container. Unsere heutigen Möglichkeiten sind großartig und freue mich, dass ich bei dieser Entwicklung dabei sein durfte. fci.de: Stammt aus dieser Zeit auch dein Spitzname „Bomber“? Hartmann: In der dritten Liga hat „Zecke“ Neuendorf diesen Spitznamen „einbetoniert“. In der Zeit habe ich viele Tore geschossen. Von Jahr zu Jahr wurde dieser Spitzname von meinen Teamkollegen übernommen. fci.de: Jetzt rückt der FC Ingolstadt 04 natürlich total in den Fokus der Bundesliga und den vielen Fußballfans in Deutschland und im Ausland. Es gibt immer wieder Stimmen, die meinen, der FCI wäre ein Werksklub. Was entgegnest du diesen Menschen? Hartmann: Wir sind ein kleiner, sympathischer Fussballclub, der sich die Chance verdient hat, in der Bundesliga zu spielen. Wir haben gut gewirtschaftet in den letzten Jahren und keine verrückten Dinge gemacht. Unsere Mannschaft ist jung und hungrig, die Spieler wollen sich alle beweisen. Die Leute sollten einmal bei uns vorbeikommen und sich selbst ein Bild von uns machen. Quelle: fci.de
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Ramazan Özcan ist seit knapp fünf Jahren ein Schanzer und hat mit dem FC Ingolstadt 04 schon viel erlebt. fci.de traf den 31-Jährigen abseits des Platzes und lernte den Privatmensch „Rambo“ dabei kennen. Warum der Torhüter Benzin im Blut hat, warum er noch lange nicht zu den Oldtimern gehört und welche Kuriositäten der Österreicher auf dem Weg zum Profi erlebt hat, erfahrt ihr hier. fci.de: Servus Rambo, wir treffen dich hier in deiner eigenen kleinen Werkstatt. Du hast ja ein durchaus außergewöhnliches Hobby. Woher kommt deine Liebe zu Autos? Ramazan Özcan: Das kommt aus meiner Kindheit. Mein Vater hat schon immer an Autos herumgeschraubt. Früher war das ja, anders als heute, mit den modernen Fahrzeugen, auch noch möglich. Da konnte man noch viel selbst machen und er hat tatsächlich viele Reparaturen allein erledigt. Dabei durfte ich die rechte Hand von meinem Papa sein und ihm Schraubenschlüssel und allerlei Werkzeug aus der Garage bringen. Daher kommt die Leidenschaft und in dieser Zeit hat alles begonnen. fci.de: Aktuell bringst du deinen VW Käfer wieder auf Vordermann. Seit wann hast du den „Oldtimer“ und wie geht’s voran? Ramazan Özcan: Ich habe ihn 2009 in Heidelberg gekauft, als ich in Hoffenheim gespielt habe. Es ist einfach schön und macht mir unheimlich viel Spaß, an alten Fahrzeugen rumzuschrauben. Da kann man noch unter die Motorhaube schauen und tatsächlich das ein oder andere defekte Teil selbst austauschen. Bei schönem Wetter fahre ich gerne mit dem Käfer oder meiner Vespa durch die Gegend oder bringe sie auf Vordermann.
fci.de: Wie oft kommst du dazu am Käfer herumzuschrauben und welche Gedanken gehen dir währenddessen so durch den Kopf? Özcan: Ich kann dabei wunderbar relaxen und abschalten. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, wenn man im Käfer sitzt und das Fenster herunterlässt. Das ist schon ein Stückchen Freiheit. Dazu kommt, dass das Auto über kaum Elektronik verfügt – alles ist noch so ursprünglich. Das gefällt mir. Von null auf 100 brauchst du wahrscheinlich 30 Minuten und das bergab, denn bergauf klappt das gar nicht (lacht). Das sind Kleinigkeiten, die ich wirklich genießen kann. fci.de: Aber auch die Formel 1 ist deine große Leidenschaft, oder? Özcan: Absolut. Es gibt seit Jahren kaum ein Rennen, welches ich verpasst habe. Auch Trainingseinheiten oder Qualifikations-Rennen verpasse ich eigentlich nur, wenn mir mein Beruf einen Strich durch die Rechnung macht. Ich mag daran natürlich den Speed aber auch die gesamte Entwicklung der Formel 1 mit der Aerodynamik, der Carbon-Hüllen der Boliden. Ich beschäftige mich tatsächlich sehr tiefgreifend mit dem Sport und bin nicht nur jemand, der die Rennen verfolgt, um zu schauen, wer gewinnt. Deshalb würde ich mich schon als leidenschaftlichen Formel 1-Fan bezeichnen. Auch die Reifen-Thematik und die verschiedenen Zusatzleistungen der Motoren faszinieren mich sehr. fci.de: Hast du einen Lieblingsfahrer, oder ein Lieblingsteam? Özcan: Sebastian Vettel war schon immer mein Lieblingsfahrer. Er ist ein bodenständiger Typ und akribischer Arbeiter. Damit kann ich mich super identifizieren und deshalb war ich schon immer ein Fan von ihm. Ferrari ist damit mein Lieblings-Stall. Aber keine Angst, deshalb werde ich noch lange nicht mit einem Ferrari vorfahren (lacht).
fci.de: Was sagt deine Familie zu deinem sicherlich zeitintensiven Hobby? Özcan: Meine Familie hat für mich natürlich die oberste Priorität. Deshalb nehme ich mir auch vieles, vor allem das Qualifying und die Trainingseinheiten, einfach auf und schaue es mir an, wenn unsere Tochter im Bett ist. Die Rennen versuche ich schon live zu sehen, denn es gibt nichts Nervigeres, wenn man sich das Rennen aufnimmt und dann im Radio hört, wer gewonnen hat. Damit ist dann die Spannung dahin. fci.de: Wer dich kennt, weiß, wie wichtig dir deine Familie ist. Inwieweit hat sich dein Leben mit der Geburt deiner Tochter verändert? Und schaut sie dem Papa gern im Stadion zu? Özcan: Ja, unsere Tochter ist immer bei den Heimspielen mit dabei. Auch die Auswärtsspiele schaut sie sich mit meiner Freundin im Fernsehen an. Es ist sehr süß zu sehen, dass sie das Schanzer Logo schon erkennt. Jedes Mal, wenn wir am Audi Sportpark vorbei fahren oder sie das FCI-Logo irgendwo sieht sagt sie „Papa, Fußball“. Unsere Tochter hat unser Leben natürlich total verändert. Es ist das Schönste, was ich bisher in meinem Leben erlebt habe. Dass ich die Geburt unserer Tochter miterleben durfte war für mich das Größte. Seitdem betrachte ich die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Dinge, über die man sich früher noch viele Gedanken gemacht oder sich aufgeregt hat, ist mittlerweile einem echt egal. Das Lächeln seiner eigenen Familie und der glückliche Ausdruck auf dem Gesicht meiner Freundin oder unserer Tochter, ist für mich das Wichtigste. fci.de: Du nennst deinen in die Jahre gekommenen VW Käfer liebevoll „Goldschatz“ – selbst zählst du dich, trotz grauer Haare, aber noch nicht zum alten Eisen, oder? Özcan: Nein, auf keinen Fall. Auch wenn optisch durch die grauen Haare vielleicht der Eindruck entstehen könnte (lacht). Ich bin körperlich topfit. Ich fühle mich noch jung, hungrig und im besten Alter, um noch vieles im Fußball zu erreichen. Unter der Motorhaube steckt noch viel Power (grinst). fci.de: Wenn du vor Punktspielen auf den Platz läufst, sprichst du immer ein kleines Gebet. Wie wichtig ist dir die Religion? Özcan: Ich bin schon ein gläubiger Mensch, ohne dabei jemandem meinen Glauben aufzwingen zu wollen. Das kann jeder so halten wie er möchte. Aber ich persönlich glaube daran, dass mir der liebe Gott geholfen hat und auch weiterhin hilft. Ich bin ein Mensch, der nie vergessen wird, woher er kommt. Dass, was ich gerade erleben darf, in der Bundesliga zu spielen und diese Erfolge mit unseren Fans feiern zu können, das ist für mich nicht selbstverständlich. Auch wenn das manchmal vielleicht anders rüberkommt. Aber ich bin Gott unheimlich dankbar dafür, dass er mich diese Tage erleben lässt.
fci.de: Heutzutage werden junge Talente schon sehr früh in Nachwuchsleistungszentren professionell trainiert. Dein Weg zum Bundesliga-Torwart war ein anderer… Özcan: Ja, das stimmt. Zu meiner Zeit gab es noch nicht diese professionellen Strukturen mit Torwart-, Athletiktrainer und Videoanalyst. Trotz allem, auch wenn der Weg, den ich gegangen bin, brutal schwer war, hat mir diese Zeit geholfen. Somit weiß ich viele Dinge besser einzuschätzen und lebe in dem Bewusstsein, mir alles hart erarbeitet zu haben. Ich kann den jungen Talenten von heute nur raten, diese Zeit zu genießen und die professionellen Rahmenbedingungen zu nutzen. Die Möglichkeiten, die es heutzutage gibt, sind unglaublich. fci.de: Hast du in deiner Kindheit auch abseits des Vereins für dich allein trainiert? Özcan: Ja, mein älterer Bruder und ich haben viel zusammen trainiert. Wir haben daheim ein Tor an die Garagenwand gezeichnet. Dann hab ich mich ins Tor gestellt und er hat drauf gebolzt. Auch mit meinen Freunden habe ich viel Fußball gespielt. Wenn man keinen hat, der einem mit 13, 14 Jahren eine Fangtechnik beibringt, dann schaut man sich das halt bei dem einen oder anderen Torwart ab. Bei mir waren das die Keeper aus meiner Region. Dort habe ich mir das Torwarttraining der Herren öfter angeschaut und versucht, daraus zu lernen. Dass ich mir das ein oder andere auch selbst beigebracht habe, möchte ich gar nicht verheimlichen.
fci.de: Stimmt es, dass du deinen ersten Torwarttrainer aus eigener Tasche bezahlt hast? Özcan: Das war tatsächlich so. Ich war damals 18 Jahre alt. Wir waren bei meinem damaligen Verein zwei Keeper in der zweiten Liga in Österreich. Damals haben wir uns zunächst gegenseitig trainiert. Dann ist mein Kollege allerdings verletzt ausgefallen und ich habe darauf gepocht, dass ich einen eigenen Trainer bekomme. Es war aber einfach so, dass der Verein nicht die nötigen finanziellen Mittel hatte, um einen Torwarttrainer zu engagieren. Somit habe ich die Hälfte seines Gehaltes selbst bezahlen müssen – die andere Hälfte hat der Vereinspräsident bezahlt. Ich wollte halt einfach nicht, dass das negative Auswirkungen für meinen Verein hat. Ich wollte aber auf dem bestmöglichen Niveau trainieren und habe einfach alles versucht. Im Rückblick betrachtet, kann man sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. fci.de: Man sagt, dass ein Torhüter ein Einzelsportler in der Mannschaftssportart Fußball ist. Kannst du mit dieser Aussage etwas anfangen?
Özcan: Es ist schwer zu sagen. Aber es ist natürlich kein schönes Gefühl, wenn du ein Tor kassierst und du deine Teamkollegen mit hängenden Köpfen siehst. Schlussendlich hast du den Treffer kassiert – egal ob du an dem Tor Schuld hast oder nicht. Auch wenn ich persönlich nichts für das Gegentor kann, bin ich so veranlagt, dass ich das nicht abhaken kann. Wir sind eine Mannschaft und sind auch als Team verantwortlich. Ich habe hier mit Martin Scharrer einen sehr guten Torwarttrainer, mit dem ich die meiste Zeit trainiere. Wir Torhüter riskieren natürlich oft Kopf und Kragen für unsere Jungs. Aber das ist auch genau das, was mich an der Position reizt.
fci.de: Jetzt bist du einer der besten Torhüter im „Torwand-Land“ Deutschland, die Schanzer stellen als Aufsteiger eine bärenstarke Defensive und haben schon frühzeitig den Klassenerhalt gesichert. Dazu hast du gute Chancen, bei der EM in Frankreich dabei zu sein. Fühlst du dich manchmal im Rückblick wie in einem Traum? Özcan: Absolut. Am Anfang der Spielzeit hat keiner mit solch einer traumhaften Saison gerechnet. Keiner hat uns und auch mir persönlich diese Leistung zugetraut. Wir sind trotzdem noch nicht am Ende unseres Weges angekommen. Wir haben einen Weg eingeschlagen, der überraschend schnell zum Erfolg geführt hat. Der gesamte Verein und ganz Ingolstadt sollten diesen Moment einfach genießen. fci.de: Vielen Dank für das ausführliche Interview, Rambo.
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Es ging uns nur ums Bier
Das schönste Rasenmuster schnitzten vor zwei Wochen die Ingolstädter Greenkeeper. Platzwartchef Josef »Sepp« Lindermayer verrät uns sein Geheimnis. Sepp Lindermayer, als wir vor zwei Wochen den Ingolstädter Rasen sahen, bekamen wir spontan Lust auf gedeckten Apfelkuchen. Sie meinen wegen des bayrischen Rautenmusters im Mittelkreis? Da muss ich Sie leider enttäuschen, es ging uns nur um Bier. Bier? In Ingolstadt hatten wir das 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebots des deutschen Bieres gefeiert. Die ganze Stadt war in Festtagsstimmung, die Fans haben mit einer schönen Choreo dem Ehrentag gedacht und wir Greenkeeper haben eben auch überlegt, welchen Beitrag wir leisten können. Also haben wir das gemacht, was wir am besten können: Rasenmähen. Wie mäht man denn das bayrische Rautenmuster in einen Fußballrasen? Das geht eigentlich ganz einfach, immer in die entsprechenden Richtungen und auf die Abstände achten. Der Arbeitsaufwand ist trotzdem beachtlich. Ich bin jeweils an drei Tagen mit meinem Handmäher losgezogen, erst eine Stunde, dann eineinhalb und am Spieltag zwei Stunden. Aber alle 500 Jahre kann man sich diese Überstunden ja mal erlauben. Und wie zufrieden waren Sie als Fachmann mit dem Ergebnis? Leider hat die Sonne am Nachmittag nicht mitgespielt, sodass die volle Wirkung des Musters leider nicht im Fernsehen zu sehen war. Aber wir haben ein kleines Making-Of-Video gedreht, da schaut es noch besser aus.
Wie lange benötigt ein normaler Bundesligarasen, um abgemäht zu werden? Wenn wir vom obligatorischen Muster von Quer- und Längsstreifen ausgehen, und das haben die Schiedsrichter ja besonders gern, weil es so schön übersichtlich in den Abseitsentscheidungen wird, dann sind wir mit dem Aufsitzrasenmäher nach zwei Stunden fertig. Bei allem Respekt: Was macht ihr Greenkeeper-Team denn den ganzen Tag? Mein lieber Freund, mit dem Mähen allein ist die Arbeit ja nicht getan. Es muss vertikutiert, aerifiziert und manchmal auch gesandet werden. Dann wird gedüngt und nach jedem Training bessern wir den Rasen mit unseren Gabeln aus, da kennen Sie uns vielleicht aus dem Fernsehen. Dabei haben wir hier in Ingolstadt insgesamt sieben Plätze am Sportpark und auch die U8 möchte auf einem idealen Rasen spielen – Ehrensache. Jeder Platz wird von uns dreimal wöchentlich gemäht, der Hauptplatz im Stadion zudem zusätzlich am Spieltag. Bei einem Aufwuchs von einem Zentimeter pro Tag ist das auch dringend nötig. Matthias Sammer soll einst als Trainer von Borussia Dortmund eine stetige Rasenhöhe von 32 Millimetern gefordert haben. Welche Vorgaben macht Ralph Hasenhüttl? Wir fahren seit Jahren auf 25 Millimetern und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ist das nicht viel zu kurz? Wir haben gehört, dass der Rasen eigentlich 40 Millimeter messen sollte. Na klar, aus biologischer Sicht wäre das auch richtig. Je länger der Grashalm ist, desto widerstandsfähiger ist er. Aber ganz ehrlich: Mit einer Rasenlänge von über 30 Millimetern holen sie heute keinen Profifußballer hinter dem Ofen hervor.
Interessiert sich der allgemeine Profi dafür überhaupt? Insgesamt muss man sagen, dass die Trainer und Spieler sehr sensibilisiert für die Rasenpflege sind. Wenn ihnen etwas nicht passt, dann sagen sie uns das. Nach dem Motto: »Sepp, am Sonntag kommen die Bayern. Lass die Arbeit nächste Woche mal liegen«? (lacht) Das kommentiere ich jetzt lieber nicht, aber gegen bessere Gegner gibt es natürlich schon den Gedanken dem Gast nicht unbedingt einen Vorteil zu verschaffen. Und je gepflegter der Rasen, desto gepflegter das Spiel – ist doch klar. In den vergangenen Wochen hat man das übrigens in Madrid gesehen. Da haben die Greenkeeper von Atletico vor den Topspielen die letzte Wässerung versäumt und sofort wurde der Platz stumpfer. Keine gute Grundlage für ein genaues Passspiel. In diesem Jahr wurden Vorwürfe gegenüber den Platzwärten vom SV Darmstadt 08 und Hertha BSC laut, deren Plätze in einem miserablen Zustand waren. Was haben die Kollegen da falsch gemacht? Gar nichts. Da muss ich wirklich eine Lanze brechen, denn oft werden die Nebeneffekte medial unterschlagen. Wenn, wie in diesen Fällen, mehrere Heimspiele direkt hintereinander bei wittrigen Bedingungen ausgetragen werden, die Stadionarchitektur zudem recht offen ist und – wie in Darmstadt – die Mannschaft im Winter aufgrund fehlender Rasenheizungen auch noch auf dem Hauptplatz trainieren muss, betreibt der Greenkeeper nur noch Schadensbegrenzung. Besser machte es zuletzt der Groundsmen von Leicester City... Ah ja, den kenne ich. Ein leidenschaftlicher Musterfan, das ist wirklich speziell. Aber natürlich auch ein Markenzeichen. Uns ist das etwas zu exzentrisch und Schiedsrichter sowie Spieler sind vielleicht auch abgelenkt, deshalb verzichten wir auf solche Experimente. Aus handwerklicher Sicht würden wir das aber sicher auch auf den Ingolstädter Rasen zaubern können. Konkurrenzkampf scheint es in Ihrer Berufssparte nicht zu geben. Ganz im Gegenteil. Wir haben je einen von 36 Traumjobs in der Bundesliga. Unsere Arbeit wird jede Woche von einem Millionenpublikum begutachtet, weshalb wir uns mehrfach im Jahr treffen und uns auf Fortbildungsseminaren gegenseitig helfen. Zurück in Ingolstadt greife ich dann gerne zum Hörer und tausche mich mit den Kollegen aus, wenn ich ein neues Düngemittel ausprobieren möchte, das die Münchener schon seit Monaten nutzen. Am Samstag kommt ausgerechnet der FC Bayern. Wie sieht es denn aus: haben Sie die Arbeit vernachlässigt oder dürfen wir uns vielleicht auf ein neues Muster freuen? Gegen die Bayern wollen wir unseren Rasen bestmöglich präsentieren, gar keine Frage. Aber hier in Ingolstadt halten wir seit Jahren die Tradition aufrecht, sofern es für beide Mannschaften sportlich nicht mehr relevant ist, am letzten Heimspieltag noch etwas Besonderes zu kreieren. Wir haben da auch schon so eine Idee… … kleiner Tipp? Kreise.
Quelle: 11Freunde
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Lukas Hinterseer hat es geschafft: Der österreichische Angreifer von Bundesligist FC Ingolstadt steht im Aufgebot für die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli). Zumindest wenn es nach der Panini-Redaktion geht, die in ihrem Sammelalbum einen Platz für den 25-Jährigen vorgesehen hat. Mit unserer Zeitung spricht Hinterseer über seine Premiere im Sammelheft, seine tatsächlichen EM-Chancen und das Duell am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Bayern München. Herr Hinterseer, wie viele Doppelte haben Sie schon? Lukas Hinterseer: Ehrlich gesagt sammle ich gar nicht. Aber meine Eltern haben das Album zu Hause. Mir geht es nicht darum, so viele Doppelte wie möglich von mir zu haben (lacht). Von Ihnen gibt es zum ersten Mal ein Abziehbild. Wie fühlt sich das an? Hinterseer: Als Kind habe ich selbst immer gesammelt. Dass man dann selbst mal drin ist, ist natürlich echt lässig. Aber wichtiger ist natürlich, dass ich bei der EM auch tatsächlich dabei bin. In keinem anderen Land ist die Pro-Kopf-Sammelquote höher als in ihrem Heimatland Österreich. Wie erklären Sie sich das? Hinterseer: Die Euphorie ist natürlich groß, nachdem sich Österreich zum ersten Mal aus eigener Kraft für eine EM qualifiziert hat. Jeder freut sich auf das Turnier und erwartet von uns was. Anders als Nationaltrainer Marcel Koller nominierte die Panini-Redaktion den Kader der österreichischen Nationalmannschaft schon Ende Januar. Wie sehen Sie Ihre Chancen, dass Sie bei der EM dabei sind? Hinterseer: Das wird man sehen. Ich war die letzten zweieinhalb Jahre immer dabei und habe in der Rückrunde auch ein paar gute Leistungen gezeigt und Tore gemacht. Es ist die Entscheidung vom Trainer, die irgendwann kommt und die ich respektiere. Noch hat Marcel Koller also noch nicht durchblicken lassen, dass Sie dabei sein werden? Hinterseer: Nein, ich weiß noch nicht mehr. Ich versuche, dass ich in den letzten beiden Spielen vielleicht noch den einen oder anderen Treffer machen kann (lacht). Dann schaut’s wohl ganz gut aus. David Alaba ist auch im Sammelalbum. Am kommenden Samstag kommt es zum direkten Duell gegen Ihren Nationalmannschaftskollegen und den FC Bayern. Gab es schon Kontakt? Hinterseer: Nein, noch nicht. Wir werden vor dem Spiel kurz quatschen. David ist ein lockerer Typ – aber zum Feiern wollen wir ihn und den FC Bayern natürlich nicht einladen. Wie wollen Sie verhindern, dass die Münchner die Meisterschaft perfekt machen? Hinterseer: Wir wissen, dass das schwer wird, weil eine der besten Mannschaften in den Sportpark kommt. Aber es ist umso schöner, dass es bei ihnen noch um etwas geht. Sie müssen sich mit der vollen Montur auf uns vorbereiten. Denn auf das letzte Saisonspiel will es niemand gerne ankommen lassen. Das Gespräch führte Julian Schultz. Quelle: Donaukurier
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1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04 2:1
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1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04 2:1
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"Heimstärkeist wichtig". Interview mit @Schanzer-Profi Moritz Hartmann > https://t.co/vUL9sLsCgp. #TSGFCI #tsg pic.twitter.com/VUMGBBXFpO
— TSG 1899 Hoffenheim (@achtzehn99) 29. April 2016
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Leverkusen holt da Costa zurück - Ingolstadt: Levels soll die Lücke rechts hinten schließen #FCI https://t.co/47i2MnwUJz
— kicker - Ingolstadt (@kicker_FCI) 28. April 2016
Welcome back, Danny da Costa. With his return, our fullbacks now have the most '90s haircuts in all of European football. Wanted: a mullet.
— neverkusenpodcast (@neverkusenpod) 28. April 2016
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Max #Christiansen hat sich das Syndesmoseband angerissen und wird für den Rest der Saison ausfallen. Gute Besserung, Max! #Schanzer
— FC Ingolstadt 04 (@Schanzer) 28. April 2016
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Nach guter bayerischer Tradition wollen die Fans des FCI auch in diesem Jahr den tollen Leistungen der Mannschaft mit einer Wallfahrt gedenken. Nach der letzten Saison starteten die Schwarz-Roten eine Wandertour zu Ehren des Aufstiegs – auch in diesem Jahr soll die Wallfahrt vom Audi Sportpark bis nach Kloster Scheyern führen. Der Start am 20. Mai ist an der Geschäftsstelle des FC Ingolstadt 04, am Sportpark 1b in 85053 Ingolstadt. Das Ziel ist das historische Kloster im beschaulichen Scheyern. Wer teilnehmen möchte erhählt weitere Infos bei den Fanbeauftragten. Und hier noch ein kleiner Schmunzler, was "Schanzer" in der 2. Bundesliga so verpassen:
@Rote_Teufel Wir hatten eigentlich am Freitag mit euch gerechnet...wie verbleiben wir denn jetzt? 🤔 #fsvfck
— FSV Frankfurt (@fsv_frankfurt) 27. April 2016
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