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Neuigkeiten zum falschen Kölner Outing der IL:
Alle Mails der „anonymen Quelle“ sind Fake – die Mailadresse „[email protected]“ hat nicht existiert
Zur Erinnerung: Im Juli 2022 hat die bundesweite Interventionistische Linke (IL) ihr ehemaliges Kölner Mitglied C mit Namen und Foto im Internet als Sexualtäter geoutet. Er soll nach einem einvernehmlichen Date mit einer Frau (X) sexuelle Fotos von ihr in einer Chatgruppe eines sexistischen Männernetzwerkes geteilt haben. Das behauptete Männernetzwerk gab es nicht, und an den von X als Beweis vorgelegten Mails der anonymen Zeugin „Jennifer Hills“ gab es von Beginn an Zweifel (*).
Die erste Mail von „Jennifer Hills“ an das Düsseldorfer IL-Mitglied M war laut Prüfung durch Recherchegruppen nie über das Netz gegangen, und auch die übrigen Mails wiesen Fälschungsmerkmale auf. Nun hat sich herausgestellt: Die Mails, die die Düsseldorfer IL-Mitglieder M und X angeblich von der anonymen Quelle empfangen haben, sind allesamt komplette Fälschungen – denn die Mailadresse „[email protected]“ gab es nicht.
Woher kommen die neuen Informationen?
Der falsch Beschuldigte C hatte 2022 eine Zivilklage gegen X mit der Forderung nach Unterlassung der falschen Behauptungen sowie einer Entschädigung eingereicht. In diesem noch laufenden Verfahren hatte X dem Gericht die gefälschten Mails als angebliche Beweise vorgelegt. Ebenfalls 2022 hatte C eine Anzeige gegen Unbekannt bzw. gegen die angebliche anonyme Zeugin „Jennifer Hills“ wegen Verleumdung gestellt. Jetzt wurden die Ergebnisse der Ermittlungsbehörden bekannt: Die Emailadresse „[email protected]“ hat in dem Zeitraum, in dem M und X die Emails erhalten haben wollen, nicht existiert. Im Gegensatz zu einer nicht-staatlichen Recherchegruppe haben die Ermittlungsbehörden die Möglichkeit, von Serverbetreibern solche Auskünfte zu verlangen. Alle Emails der angeblichen Zeugin „Jennifer Hills“, die X dem Gericht im Zivilrechtsverfahren vorgelegt hat, sind demnach Fälschungen. Aus diesem Grund kommt die Polizei zu dem Schluss, dass X (und möglicherweise M) die Zeugin erfunden und die entsprechenden Beweise gefälscht haben. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat deshalb gegen X ein Verfahren wegen Prozessbetrugs eröffnet.
Was bedeutet das?
Sämtliche Vorwürfe gegen den Betroffenen C sollen von dieser anonymen Zeugin stammen. Diese habe angeblich M – Ex-Partner von X und ein IL-Sprecher – bei einer IL-Veranstaltung angesprochen und dann per Mail erst mit M und später mit X kommuniziert. Ebenfalls per Mail habe „Jennifer Hills“ die angeblich von C verbreiteten Fotos an X geschickt. Durch diesen Mailkontakt sei dann am 14.01.2022 eine Videokonferenz zwischen X und „Jennifer Hills“ zustande gekommen. Bei dieser will X Fotos gezeigt bekommen haben, die sie eindeutig der Situation mit C hätte zuordnen können. Mit wem soll dieser Call stattgefunden haben, wenn es die Zeugin und ihre Mailadresse gar nicht gab? X lügt, sie hat am 14.01.2022 keine Mail von „Jennifer Hills“ empfangen. Auch M lügt, wenn er behauptet, Mails von „Jennifer Hills“ empfangen zu haben.
Die gesamte Erzählung und „Beweiskette“ bricht zusammen. Die Vorwürfe, mit denen C seit Juli 2022 öffentlich konfrontiert wird, sind haltlos und frei erfunden. Dabei liegt das Motiv für die Tat – darin ist man sich selbst im engsten Umfeld der beiden Hauptbeteiligten einig - in der toxischen Beziehungsdynamik zwischen den M und X. Uneinig ist man sich offenbar nur noch über die Frage der Rollenaufteilung zwischen den beiden. Also wer welchen Anteil an der Erfindung und Ausführung der gesamten Verleumdung hatte.
Und die IL?
In ihrem letzten Statement vom August 2023 gab die IL zwar zu, Fehler gemacht zu haben. Der Vorwurf des Männernetzwerks sei falsch gewesen, und sie würden „diese Form des Outings in diesem Fall nicht noch einmal wählen“. Trotzdem kein Wort der Entschuldigung gegenüber C. Stattdessen hielt die IL an dem Vorwurf fest, C habe intime Fotos von X gemacht und verbreitet, denn es sei die „plausibelste Erklärung, dass diese durch C. aufgenommen wurden“.
Zu den angeblich per Mail geschickten Fotos schrieb die IL, „vertrauenswürdige Personen“ hätten diese gesehen. Wer waren diese Personen, die das Lügenkonstrukt unterstützt haben? Oder hat die IL vielleicht einfach nur den Hauptbeteiligten M und X vertraut? Und wie diskutiert sie das Desaster, dass eine ganze Organisation einem Fake aus den eigenen Reihen aufgesessen ist und sich damit zu einem so zerstörerischen falschen Outing hat hinreißen lassen?
Schließlich hat die IL C in ihrem letzten Statement erneut vorgeworfen, Gerichte angerufen zu haben. Tatsächlich waren es das Verhalten und das Versagen der IL, die C keine andere Wahl ließen. Ohne die Verfahren und Ermittlungen wäre nicht bekannt geworden, dass die angeblichen Beweise gefälscht waren und das angebliche Männernetzwerk nicht existierte. C und seine Angehörigen hätten es hinnehmen müssen, dass er auf alle Zeiten mit Namen und Foto im Netz als Sexualstraftäter gebrandmarkt ist – aufgrund von falschen Anschuldigungen.
Konsequenzen?
Der mutmaßliche Fälscher M ist seit Anfang des Jahres wieder als Mitglied von SeeRed und damit der IL in Düsseldorf aktiv. Werden die IL oder andere Akteur:innen der linken Szene Konsequenzen ziehen? Wird die IL endlich der Forderung nachkommen, die Verantwortung für das falsche Outing zu übernehmen, es auf allen Kanälen öffentlich zurückzunehmen, C und alle als „Täterschützerinnen“ bezeichneten voll zu rehabilitieren und die angerichteten Schäden wiedergutzumachen? Werden die Hauptverantwortlichen M und X endlich die frei erfundenen Vorwürfe zurücknehmen und offene Fragen beantworten? Sie hätten es in der Hand, mit ihrem Eingeständnis den Weg für eine außergerichtliche Einigung freizumachen und damit das Drama zu beenden, das schon so viel menschlichen und politischen Schaden angerichtet hat.
Wir erwarten eine baldige Stellungnahme von der IL Bund und SeeRed (IL Düsseldorf).
Kontaktgruppe3 (K3) am 28. Februar 2024
[email protected] https://k3-2022.tumblr.com/
* https://k3-2022.tumblr.com/post/716857405519085568/ergebnisse
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Antwort auf das Statement der IL vom 18.08.2023 zum falschen Kölner Outing:
Scheitern, Schuldabwehr und neue Nebelkerzen
Nach sechs Monaten Schweigen hat die Interventionistische Linke (IL) ihr Scheitern im Umgang mit dem Kölner Outing vom Juli 2022 eingestanden (https://de.indymedia.org/node/299097). Schon vorher glaubte kaum noch jemand die Geschichte mit dem geheimen Männernetzwerk und der seit Januar 2022 spurlos verschwundenen anonymen Quelle mit dem Pseudonym „Jennifer Hills“.
Die IL bestätigt, dass die erste E-Mail der Quelle eine Fälschung ist und nicht empfangen worden sein kann. Damit sind alle ihre fünf Mails unglaubwürdig. Für die Existenz des sexistischen Männernetzwerks gibt es keine Hinweise. Alles spricht dafür, dass die Quelle nicht existiert.
In den ersten drei Mails ist M. als Empfänger angegeben. Er ist IL-Sprecher, langjähriger bekannter Aktivist der Düsseldorfer IL-Gruppe seered und Ex-Partner von X (im IL-Text die Betroffene). M. hatte behauptet, „Jennifer Hills“ bereits im Oktober 2021 getroffen zu haben. Er ist mutmaßlich der Erfinder dieser Quelle und des Männernetzwerks, der Fälscher der Mails und der Autor der bizarren Mailtexte. Als langjähriger Partner ist er potenziell im Besitz intimer Fotos, die für eine Manipulation nutzbar sind.
Dazu schweigt die IL und wiederholt den Vorwurf, C. habe heimlich Fotos von dem einvernehmlichen Date gemacht. Dafür bezieht sie sich allein auf den angeblichen Videocall zwischen X und der Quelle. Eine nicht existierende Quelle kann aber einen Videocall weder verabredet noch durchgeführt haben. Die IL verschleiert dies, indem sie statt von der Quelle von „Dritten“ schreibt und den Videocall nicht erwähnt. C. muss für die IL unbedingt Täter bleiben, das sei das Plausibelste. Dies ist mit den Fakten nicht begründbar.
Im Frühjahr äußerte M. die Idee, der Verfassungsschutz oder ein anderer fremder Akteur könnte seinen PC manipuliert haben. Eine Prüfung durch die im Februar eingesetzte IL-Untersuchungskommission lehnte er ab (1). Seered spaltete sich im Mai über die Frage, wer die Mails gefälscht hat. Für M. gibt es bisher keine Konsequenzen.
Stattdessen greift die IL in ihrem Statement erneut C. und die Recherchegruppen an. Sie versucht so von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Ohne die Zivilklage durch C., die Untersuchungen von außen und Whistleblowing/Leaks von IL-Mitgliedern wären die Fälschungen und die Nichtexistenz des behaupteten Männernetzwerks nicht aufgedeckt worden (2). Die IL hätte weiter nichts getan und geschwiegen. Das Outing würde weiter mit Bild und Namen im Netz stehen.
Statt sich dem Dialog zu stellen, schreibt die IL „wir werden uns wieder dazu äußern, wenn wir das für richtig halten“ und diffamiert Kritiker:innen als „Umfeld von C.“ und „zweifelhaft motiviert“. Für die schwerwiegende gesundheitliche und finanzielle Schädigung von C.s Familie durch das Outing übernimmt die IL keine Verantwortung.
Es ist an der Zeit, dass linke Gruppen und Aktivist:innen die Mitglieder und das Umfeld der IL mit ihrer Verantwortungslosigkeit konfrontieren sowie ein Ende der Gesprächsverweigerung, eine unabhängige Untersuchung und Konsequenzen einfordern.
Kontaktgruppe3 (K3) am 3. September 2023
[email protected] https://k3-2022.tumblr.com/ (1) https://tumulte.org/2023/06/articles/il-leak-zum-k%C3%B6lner-outing/ (2) https://k3-2022.tumblr.com/post/716857405519085568/ergebnisse
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Update: Zivilprozess vertagt, letztes Zeitfenster für außergerichtliche Klärung
Einen Tag vor dem Verhandlungstermin wurde der Zivilprozess vertagt, vermutlich für mehrere Monate. Der neue Anwalt von X hatte dies kurzfristig beantragt. Damit entsteht ein letztes Zeitfenster für eine außergerichtliche Klärung. Die Interventionistische Linke (IL) muss sich endlich gemeinsam mit allen Beteiligten um eine politische Lösung bemühen. Weiteres Schweigen und Aussitzen ist unverantwortlich und schadet uns allen.
Neue Diskussionsbeiträge:
Outing Köln - Statement einiger Ex-K2-Personen (K2 war die durch das falsche Outing zerstörte zweite Kölner IL-Ortsgruppe) - 5. Juli 2023
2. IL-Outing Skandal vorletzter Akt - 2. Juli 2023
3. IL Leak zum Kölner Outing - 2. Juli 2023
Kontaktgruppe3 (K3) am 15. Juli 2023 [email protected] https://k3-2022.tumblr.com/
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Falsches Kölner Outing: IL hat gelogen, Beweise wurden nie gesichtet
Vor einem Jahr, am 11. Juli 2022, hat die Interventionistische Linke (IL) ein Kölner Mitglied der IL-Gruppe K2 fälschlicherweise als Täter sexualisierter Gewalt geoutet. Erst die Zivilklage des Betroffenen auf Unterlassung der falschen Beschuldigungen hat dazu geführt, dass die angeblich empfangenen E-Mails der anonymen Quelle an das Gericht gegeben und öffentlich wurden. So konnte Ende 2022 aufgedeckt werden, dass es Fälschungen sind.
Daraufhin stand die IL unter Druck, selbst eine Untersuchungskommission einzurichten. Diese hat in einer internen Stellungnahme Anfang Juni offengelegt, dass die IL das Outing im Juli 2022 ohne Sichtung von Beweisen durchgeführt hat: „Wir haben bislang nichts, also tatsächlich kein einziges dieser Dokumente, geschweige denn die Daten erhalten. Wir haben auch keine Ergebnisse einer Analyse erhalten. Uns wurde nicht einmal mitgeteilt, dass soetwas existiert. (...) Wie sollen wir herausfinden, was sich zugetragen hat, ob die Vorwürfe gegen C so zutreffend sind, wenn wir das Material nicht kennen. Wie sollen wir beurteilen, ob C Teil eines Netzwerks von Pickup-Artists sein könnte, wenn wir das Material, das Grundlage dieser Vorwürfe ist, nicht kennen? Wie sollen wir beurteilen, ob möglicherweise auf die Computer zugegriffen wurde, wenn wir diese Computer nicht untersuchen können?“ Quelle: https://tumulte.org/2023/06/articles/il-leak-zum-k%C3%B6lner-outing/
In den Outing-Statements hatte die IL behauptet: „Es gibt keinen Zweifel daran: Die geteilten Informationen können C eindeutig zugeordnet werden.“ und „Es liegen u.a. Fotos vor, die vertrauenswürdige Personen gesehen haben und die eindeutig einem Treffen mit dem Täter zugerechnet werden.“ Die Forderung von Genossinnen der damals noch bestehenden IL-Gruppe K2, die Beweise zu prüfen, wurde mit diesen Lügen zurückgewiesen.
Die Untersuchungskommission hat seit Februar keine Ergebnisse vorgelegt und nun erklärt, sie könne nichts machen. Jetzt blockiert die Düsseldorfer IL-Gruppe SeeRed, die ursprünglich die Vorwürfe erhoben hat, die Aufklärung. Sie hat sich im Mai gespalten. Ein Teil der Gruppe meint, dass der Verfassungsschutz oder ein anderer fremder Akteur hinter den Fälschungen der E-Mails stecken muss. Andere halten M., Sprecher für die bundesweite IL und SeeRed sowie Ex-Partner von X, für den Urheber der gefälschten E-Mails. Auch in der Düsseldorfer linken Szene glaubt niemand mehr die Geschichte mit der spurlos verschwundenen „Jennifer Hills“ und dem geheimen Männernetzwerk – spätestens seitdem bekannt wurde, dass die Emails der angeblichen Zeugin nachweislich gefälscht sind.
Innerhalb und im Umfeld der IL gab und gibt es massive begründete Zweifel, aber aus machtpolitischen Gründen halten die Verantwortlichen an ihrem Fehler fest und versuchen das Problem auszusitzen. Dazu gehören öffentlich bekannte und einflussreiche IL-Vertreter:innen wie Emily Laquer und Christoph Kleine. Sie haben das Outing im Juli 2022 intensiv vorangetrieben, unter anderem mit ihren Kontakten zu taz und nd und ihrer Twitter-Reichweite.
Last Call: Gerichtsprozess vermeiden, noch ist Zeit
Wir haben uns seit August 2022 intensiv um eine außergerichtliche Klärung bemüht. Dies wird von IL Bund, IL Köln und SeeRed ignoriert. Das ist unverantwortlich. Staatlicher Zugriff auf linke Strukturen wird durch juristische Auseinandersetzungen unnötig erleichtert. Noch können wir gemeinsam einen Weg finden, den Mitte Juli beginnenden öffentlichen Zivilprozess vor dem Landgericht Düsseldorf zu vermeiden.
Wir fordern die linke Bewegung auf, die IL unter Druck zu setzen. Die IL muss das Outing öffentlich auf allen dafür genutzten Kanälen (auch taz und nd) zurücknehmen und Wiedergutmachung für die von ihr angerichteten Schäden leisten.
Kontaktgruppe3 (K3) am 1. Juli 2023
[email protected] https://k3-2022.tumblr.com/
Informationen zum falschen Outing und Ergebnisse der Recherche, Stand 9. Mai:
Ergänzend vom 14. Juni:
oder hier: https://de.indymedia.org/node/285503
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Antwort zu „Fragen an K3 und an das verkündete Ende der Recherche"
Die Recherche ist für uns nicht beendet und auch wir halten das Schreiben des Anwalts von X vom 28.04.2023 für höchst bedeutsam. Es bestätigt unter anderem die Fälschung der ersten E-Mail der anonymen Quelle („Jennifer Hills“) an M. und dass X Falschaussagen tätigt, unter anderem mit dem behaupteten Videocall mit „Jennifer Hills“. Wir arbeiten seit 11 Monaten an dem Fall und sind immer zu Dialog und Zusammenarbeit bereit. Ihr habt Euch entschieden, als anonyme Gruppe Fragen und Kritik zu veröffentlichen. Kann man so machen, ist aber nicht optimal. Danke für Eure Fragen, hier die Antworten:
„1. Was ist mit der Sprachnachricht, die ,Täterwissen’ offenbart?“:
Ihr schreibt: „Nach den bisherigen Darstellungen soll es im Oktober 2021 auf einem Treffen der IL eine Warnung vor C. gegeben haben. Dabei sollen mehrere Namen von FLINTA genannt worden seien. Ein Name war demnach der von X., die weiteren Namen sind nach unserem Kenntnisstand nirgends jemals erwähnt worden. Wenn C. in der Sprachnachricht jedoch Namen nennt, stellt sich für uns die Frage, woher er diese kennt, wenn die bisherige Darstellung von K3, dass die gesamte Geschichte eine Konstruktion von X. oder der IL sei, korrekt wäre.“
X hat nach Aussage von C genau diese zwei Namen von FLINTA und die Gerüchte dazu bereits bei dem einvernehmlichen Treffen mit C. Anfang Dezember 2021 erwähnt. Diese Gerüchte und die Frage nach ihrer Herkunft waren der Grund für die mehrfachen Nachfragen von C an X in den Wochen nach dem Treffen. Eine dieser Nachfragen ist die auch dem Gericht vorliegende Sprachnachricht von C an X vom 03.01.2022. In ihr werden die von X bei dem Treffen Anfang Dezember ins Spiel gebrachten beiden Namen erwähnt.
Weiterhin hatte C. zwei engen Freund:innen und seiner Partnerin bereits direkt nach dem Treffen berichtet, dass X ihn auf die Gerüchte bezüglich dieser beiden Personen angesprochen hat. Die zwei Freund:innen und seine Partnerin können dies bezeugen.
Darüber hinaus hat C seine damalige politische Gruppe K2 informiert, dass X bei dem Date diese Gerüchte angesprochen hat, also lange bevor X die Vorwürfe erstmals gegenüber der K2 Ansprechgruppe geäußert hatte.
Somit ist durch vielfache Zeugenaussagen belegbar, dass X zum wiederholten Male falsche Aussagen tätigt: Sie selbst hatte C. die beiden weiteren Namen C. gegenüber Anfang Dezember genannt.
„2. Doch keine gefälschte Mail mit den zwei Fotos?“
Ihr schreibt: „K3 hat in ihren Veröffentlichungen nahegelegt, dass die Mail von JH an X vom 14.01.2022 nicht existieren würde oder manipuliert sei oder keine Fotos als Anhang gehabt habe. Hierzu müssen wir selbstkritisch feststellen, dass diese Position, die wir bisher geglaubt haben, nach dem Schreiben des Anwalts von X, dem der Ausdruck einer Mail mit korrektem Header beigefügt wurde, nicht mehr aufrecht zu erhalten ist.“
Die Fälschungen und Fälschungshinweise sind so vielfältig und ausführlich dokumentiert, dass ein einziger nachgereichter Emailheader nichts an der Eindeutigkeit der Fälschungen ändert. Auch die Mails zu den Fotos weisen weiterhin Fälschungsmerkmale auf die auch durch den besagten Header nicht entkräftet werden: https://gegendarstellungouting.files.wordpress.com/2023/01/anhang-1.pdf (Seite 14)
Viel wichtiger ist: Der Anwalt von X findet keine Erklärung dafür, dass gefälschte E-Mails vorgelegt werden und erkennt die Fälschung der ersten Mail an – die angeblich von M., IL-Sprecher und seered/IL Düsseldorf sowie Ex-Partner von X, empfangen wurde.
„3. Doch keine Unkenntnis über korrekte Namensschreibung?“
Ihr schreibt: “Wir gingen nach den Veröffentlichungen von K3 bislang davon aus, dass X. keine Kenntnis von der korrekten Schreibweise des Namens von C. habe und ebenso wie JH die falsche Schreibweise mit Q. benutzt. (...) Nun kann der Anwalt von X. jedoch nachweisen, dass X. die korrekte Schreibweise sehr wohl in Kommunikationen benutzte. Die bisherige Darstellung von K3 lässt sich deshalb nicht aufrechterhalten“
Auch wenn X 2019 angeblich die korrekte Schreibweise von C. gespeichert hatte bleibt festzuhalten, dass sie den Namen in der Schreibweise mit dem Anfangsbuchstaben Q 2021/2022 so in ihrem Adressbuch hatte und dies der Schreibweise entspricht, die die angebliche anonyme Zeugin nutzte. Dieser Punkt wurde ohnehin in Abgrenzung zu den gesicherten Beweisen (gefälschte Emails) immer als nachgelagert und weniger wichtig angeführt.
„4. Wie viele Personen wussten etwas?“
Ihr schreibt: „Ausweislich des Schreibens des Anwaltes von X., das sich auf beigefügte Kommunikation zwischen X. und C. stützt, wird deutlich, dass C. unterschiedliche Versionen darüber verbreitet, ob er überhaupt mit anderen Menschen über seinen Sex mit X. gesprochen hat bzw. mit wie vielen Menschen:“
Diese Aussage ist falsch. In der vorliegenden Sprachnachricht ist von einer Person (einer Freundin) die Rede, die Kontakte in die IL und nach Düsseldorf hat. C erwähnt dann in der gleichen Sprachnachricht zwei weitere enge Freund:innen, mit denen er über das Date gesprochen hat.
Weiterhin schreibt Ihr: „Wir fragen uns, ob K3 genügend Anstrengungen unternommen hat, um auszuschließen, dass JH eine der von C. selbst informierten Personen ist.”
Antwort: Ja, haben wir. Wir fragen uns wiederum, warum M., der bundesweite IL- und seered-Sprecher, Ex-Partner von X und mutmaßliche Fälscher der ersten Email von „Jennifer Hills“ sich nicht äußert. Er hat, wenn man den Aussagen von X’ Anwalt im Schreiben vom 28.04.2023 folgt, „Jennifer Hills“ auf einem IL-Treffen im Oktober 2021 gesehen und gesprochen.
Kontaktgruppe3 am 14. Juni 2023 [email protected] Die „Fragen an K3 und an das verkündete Ende der Recherche" wurden hier am 10.06.2022 anonym veröffentlicht: https://www.tumblr.com/unbequemefragen/719754556788064256/fragen-an-k3-und-an-das-verk%C3%BCndete-ende-der
Unsere Antwort wurde zuerst hier veröffentlicht: https://de.indymedia.org/node/285503
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Update & Erinnerung
Innerhalb der IL gibt es Unruhe, kaum noch jemand glaubt die Geschichte mit der spurlos verschwundenen „Jennifer Hills“ und dem geheimen Männernetzwerk. In Düsseldorf gerät M. unter Druck. Aber die IL sitzt das Problem weiter aus.
Öffentlich bekannte und einflussreiche IL-Vertreter:innen wie Emily Laquer und Christoph Kleine haben das Outing im Juli 2022 intensiv vorangetrieben, unter anderem mit ihren Kontakten zu taz und nd und ihrer Twitter-Reichweite (https://twitter.com/EmilyLaquer , https://twitter.com/ChristophKleine). Jetzt schweigen sie zu dem angerichteten Desaster. Es ist zu vermuten, dass sie ihren Status nicht gefährden wollen. Das ist schlecht. Sie sollten Verantwortung übernehmen und für lösungsorientierte Gespräche bereit sein.
Erinnerung zu unserem dritten öffentlichen Treffen:
Mittwoch, 24. Mai 2023, 19 Uhr, Alte Feuerwache (Versammlungsraum)
Kontaktgruppe3
Köln, 22. Mai 2023
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Intrigen, Lügen… und dann nur noch Schweigen
Die IL muss endlich die Verantwortung für ihr falsches Outing übernehmen
Im Juli 2022 hat die bundesweite Interventionistische Linke (IL) ihr ehemaliges Kölner Mitglied C mit Namen und Foto im Internet als Sexualtäter geoutet. Er soll nach einem einvernehmlichen Date mit einer Frau aus Düsseldorf sexuelle Fotos von ihr in einer Chatgruppe eines sexistischen Männernetzwerkes geteilt haben. Die Hinweise stammten von einem Mann (M) aus Düsseldorf, der behauptete, von einer anonymen Quelle (Jennifer Hills) auf einem Treffen der IL angesprochen und später per Mail informiert worden zu sein. Bedenken aus Kölner Gruppen, ob diese Vorwürfe wirklich stimmten, wurden ignoriert. Laut Bundes-IL gab es „keinen Zweifel“.
Im August bildete sich in Köln die Recherchegruppe K3. Das Ergebnis ihrer Arbeit: Für die Vorwürfe gegen C gibt es keinerlei Beweise. Die angeblich an M geschickte Mail war gefälscht und ist nie über das Netz gegangen, und auch die weiteren Mails weisen zahlreiche Fälschungsmerkmale auf. Vom angeblichen Männernetzwerk fand sich keine Spur. Die Nachfragen von K3 in den entsprechenden Szenen ergaben jedoch, dass die IL dort überhaupt nicht nachgefragt hat. Die – falsche – Aussage eines Mannes aus ihrer Organisation war ihnen Grundlage genug, C an den Pranger zu stellen. (1) Die IL hat damit einen immensen Schaden angerichtet. Sie hat das Leben von C zerstört und seine Familie mit hineingezogen. Sie hat Misstrauen unter Genossinnen gesät: FLINTAs mussten sich monatelang fragen, ob ihre Freunde und Genossen vielleicht auch Teil des angeblichen Männernetzwerks waren und sexistische Infos über sie teilten. (2) Die Kölner IL-Gruppe K2 hat sich aufgelöst. Menschen ziehen sich nach dieser Erfahrung mit „Linken“ aus der linken Szene zurück. Und die Geschichte wird uns noch jahrelang verfolgen, als Beispiel für falsche Anschuldigungen sexualisierter Gewalt, die sogar noch – wider besseres Wissen – von einer linken Organisation aufrechterhalten wurden. Ein gefundenes Fressen für Antifeministinnen, auch in unseren Kreisen.
Gespräche mit der IL waren nicht möglich. Bei C machte sie zur Voraussetzung, dass er sich schuldig bekennt – für etwas, das er nicht getan hat. Er hat sich daraufhin entschieden, juristisch gegen die falschen Vorwürfe vorzugehen. Wie hätte er sich anders wehren sollen? Zivilgerichtliche Verfahren gegen das Outing haben ihn und seine Familie bereits viel Geld gekostet.
Anfragen von K3 an die IL zu Gesprächen, Informationsaustausch und Zusammenarbeit wurden ebenfalls verschleppt und ignoriert. Erst Monate später gab es im April in Köln ein Treffen, bei dem nur eines klar wurde: Die IL will weiter schweigen und sich der Verantwortung für den von ihr angerichteten Schaden entziehen. Der Vorschlag, auf C zuzugehen, um eine außergerichtliche Einigung zu finden, wurde ignoriert.
Anstatt den Fehler des falschen Outings öffentlich einzugestehen und sich so gut wie möglich an der Schadensbegrenzung zu beteiligen (auch finanziell!), deckt die IL den mutmaßlichen Urheber des Lügenkonstruktes M. Wahrscheinlich hofft sie, durch Nicht-Verhalten als Organisation halbwegs unbeschadet aus der Geschichte rauszukommen. Die menschlichen und politischen Scherben, die sie dabei hinterlässt, sind ihr offensichtlich egal. Mit emanzipatorischer Politik hat eine solche Haltung wirklich gar nichts mehr zu tun.
Wir laden zu einem dritten öffentlichen Treffen ein, bei dem es um den abschließenden Recherchebericht und den zukünftigen Umgang mit der IL gehen soll, aber auch um die Frage, wie ein besserer Umgang mit Vorwürfen von sexistischer Gewalt aussehen könnte:
Mittwoch, 24. Mai 2023, 19 Uhr, Alte Feuerwache (Kleines Forum)
(1) Ergebnisse unserer Untersuchung (Stand 9. Mai 2023) k3-2022.tumblr.com/post/716857405519085568/ergebnisse
(2) siehe https://feministischeperspektiven1.wordpress.com/
AG Wie weiter in Zusammenarbeit mit Kontaktgruppe3 Köln, 10. Mai 2023
k3-2022.tumblr.com [email protected]
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Kölner IL-Outing vom Juli 2022: Ergebnisse unserer Untersuchung
Hier die Ergebnisse unserer im August 2022 begonnenen Recherchen. Leute aus der Interventionistischen Linken (IL) und ihrem Umfeld in Köln, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe haben uns mit Information und Diskussion unterstützt. Der aktuelle Stand vom 9. Mai 2023 ist hier fett hervorgehoben. Er ergänzt unsere Veröffentlichung vom 8. Februar (https://k3-2022.tumblr.com/post/708727959890100224/betroffene-unterstuetzen).
1. Am 11. Juli 2022 wurde C durch die Interventionistische Linke (IL) als Täter sexualisierter Gewalt geoutet. Er soll bei einem einvernehmlichen Date mit einer Frau (im Folgenden X genannt) Anfang Dezember 2021 ohne ihr Wissen und Einverständnis sexuelle Fotos gemacht haben. Diese Fotos soll er in einer Chatgruppe geteilt haben, die Teil eines größeren sexistischen Männernetzwerks sein soll.
2. Die Quelle für diese Vorwürfe ist laut Aussage von X eine bis heute unbekannte Informantin. Sie soll von der anonymen Mailadresse [email protected] zunächst an das männliche IL-Mitglied M. und dann an X mehrere E-Mails gesendet haben. „Jennifer Hills“ schreibt in ihrer Mail vom 14.01.2022, dass sie Teil einer Gruppe sei, die das Männernetzwerk zerschlagen will: „wir sind fast am ziel und dürfen nur keine fehler machen, und du wirst dabei sein wenn sie das bekommen was sie verdienen.”
3. X hat die angeblich empfangenen E-Mails inklusive der E-Mail-Header in einer PDF-Datei dem Landgericht Düsseldorf vorgelegt. Der Header der ersten Mail ist eine plumpe Fälschung, die weiteren Mails sind manipuliert und haben Fälschungsmerkmale. Die erste Mail vom 10.12.2021, die von „Jennifer Hills” an das langjährige männliche IL-Mitglied M. adressiert ist, kann nicht empfangen worden sein. Sie wurde nachträglich gefälscht. Das ist durch die Analyse des Headers eindeutig bewiesen. Damit ist nicht erklärbar, wie der folgende, darauf aufbauende Mailverkehr mit „Jennifer Hills” möglich gewesen sein soll. Ein später (Oktober 2022) berichteter Videocall mit der Quelle am 14.01.2022 kann also nicht stattgefunden haben oder war ebenfalls eine Manipulation (die dort angeblich gezeigten Detailfotos sind fälschbar). Die zwei Fotos, die einer angeblichen Mail vom 14.01.2022 anhängen, haben keine Beweiskraft. Sie zeigen weder C noch sexuelle Handlungen. Die angebliche Quelle und ihre Gruppe sind seit einem Jahr spurlos verschwunden.
4. Grundlage für das Outing waren allein die Informationen der angeblich existierenden anonymen Quelle. Diese sind, wie sich herausgestellt hat, nicht glaubwürdig. Damit hat sich die Begründung der IL für das Outing als falsch erwiesen. Es muss deshalb öffentlich zurückgenommen werden.
5. Das angeblich existierende Männernetzwerk soll in mehreren Städten mit Methoden von „Pick-Up-Artists“ aktiv sein, große Mengen illegal bei Dates angefertigter Fotos und Videos gesammelt sowie sexualisierte Gewalt geplant haben. Aus der E-Mail von „Jennifer Hills" vom 03.01.2022: „Dauertests“ und „Belastungstests“ sowie „spontane Hausbesuche“ seien in einigen Städten geplant. Es ging also nicht um eine angebliche Bedrohung durch einen Einzeltäter, sondern um organisierte sexualisierte Gewalt einer überregionalen Männergruppe.
6. „Jennifer Hills“ soll im Oktober 2021 bei einem internen bundesweiten Treffen der IL in Köln ein langjähriges männliches IL-Mitglied (M.) angesprochen haben. Sie bezieht sich in ihrer ersten Mail an M. vom 10.12.2021 auf dieses Treffen: „ich habe dich in Köln angesprochen”. Da diese Mail nicht empfangen worden sein kann (siehe oben, Punkt 3), ist auch dieses Treffen fraglich. Wenn es stattgefunden hätte, dann würde M. die Quelle kennen oder zumindest beschreiben können. Dazu schweigt er. Wir gehen deshalb bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass die anonyme Quelle mit dem Pseudonym „Jennifer Hills” nicht existiert, sondern eine Erfindung ist. M. und X erfuhren laut den E-Mails Mitte Dezember 2021 von der Gefährlichkeit der sexistischen Männergruppe. Anfang März 2022 hat X der IL davon berichtet. Nach ihren eigenen Aussagen wollte X ausschließlich das Outing von C. Die IL hat sie darin unterstützt. M. war innerhalb der IL eine treibende Kraft für das Outing. Das angeblich existierende Männernetzwerk schien niemanden weiter zu interessieren. Im zweiten und dritten Outing-Statement der IL vom 27.07.2022 und 07.02.2023 wird es gar nicht mehr erwähnt. Einzelne Vertreter:innen der IL bestreiten inzwischen, dass die IL jemals die gesicherte Existenz des Netzwerks behauptet habe (was nicht stimmt). Für die Existenz des sexistischen Männernetzwerks gibt es außer den gefälschten Mails keine Hinweise.
7. Wir haben seit August 2022 selbst in der Kölner linken Szene nach dem Männernetzwerk recherchiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die IL dort nicht ermittelt. Weiterhin hat sie die Zusammenarbeit mit uns bei der Recherche abgelehnt.
8. Das Outing lief bundesweit mit Foto, eigenem Twitter-Hashtag und verstärkt durch Artikel in taz und nd. Die Folgen sind katastrophal: - die Aufklärung der behaupteten Bedrohung durch das Männernetzwerk wurde erschwert - die Verunsicherung in der linken Szene blieb bestehen - C und seine Familie (darunter zwei FLINTA*-Personen) sind schwer in ihrer psychischen Gesundheit und existenziell materiell geschädigt, vor allem beruflich „Jennifer Hills” ist die Hauptfigur der Horrorfilm-Reihe „I spit on your grave.” Sie nimmt blutige Rache an Vergewaltigern und auch deren Familienmitgliedern. Mit dieser Namenswahl haben die Erfinder der anonymen Quelle C und seine Familie massiv geängstigt und zusätzlich psychisch geschädigt.
9. Die politische Verantwortung liegt bei der IL und ihrer „bundesweiten Ansprechgruppe“. Vor dem Outing schrieb die bundesweite Ansprechgruppe der IL in einem internen Bericht: „Die Chat Verläufe und Aussagen der Quelle könnten theoretisch gefälscht/manipuliert sein“ . Im ersten Outing-Text vom 11. Juli 2022 behauptet die IL dagegen öffentlich: „Es gibt keinen Zweifel daran: Die geteilten Informationen können C eindeutig zugeordnet werden.“ Das war eine Lüge, denn innerhalb und außerhalb der IL hatten viele Leute und Gruppen gut begründete Zweifel geäußert. Diese Zweifel wurden ignoriert und als „Täterschutz“ denunziert. So wurden Vertrauensbeziehungen beschädigt und Menschen eingeschüchtert. Eine Folge war, dass die Kölner IL-Mitgliedsgruppe K2 sich auflöste.
Viele in der IL glauben die Geschichte mit der spurlos verschwundenen „Jennifer Hills“ und dem geheimen Männernetzwerk nicht mehr. Offenbar geht es den verantwortlichen Kräften in der IL nur noch um Gesichtswahrung. Die Auswirkungen auf die Betroffenen, darunter viele FLINTA*-Personen, werden als Kollateralschaden hingenommen.
Kontaktgruppe3 am 9. Mai 2023
https://k3-2022.tumblr.com/
Gegendarstellung von Unterstützer:innen von C mit Analyse der Fälschungen der E-Mails vom 15.01.2023: https://gegendarstellungouting.wordpress.com/aufgedeckt-kolner-il-outing-basiert-auf-gefalschten-beweisen-und-falschen-behauptungen/
Kritische Texte zum IL-Outing:
„Unziviler Gehorsam. Postfaktische Entwicklungen bei der IL“ https://autonomesblaettchen.noblogs.org/ausgaben/ (Seite 23 in Ausgabe Nr. 52, März 2023)
https://feministischeperspektiven1.wordpress.com/ (15.02.2023)
„Radikaler Zweifel“ vom 26.09.2022: https://barrikade.info/article/5382
Von Rehzi Malzahn: https://rehzimalzahn.net/des-illusioniert-voran/ 21.04.2023 https://rehzimalzahn.net/was-nun-koeln/ 30.01.2023 https://rehzimalzahn.net/denken-hilft/ 15.07.2022
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Zweites öffentliches Treffen zum falschen Kölner IL-Outing: 22. März, Alte Feuerwache
Mittwoch, 22. März 2023, 19 Uhr, Alte Feuerwache (Kleines Forum)
Beim ersten Treffen am 8. Februar haben ca. 60 Leute aus der Kölner linken Szene drei Stunden intensiv über die offenen Fragen und die Kritik am Vorgehen der Interventionistischen Linken (IL) diskutiert. Wir hatten dort den zweiten Termin angekündigt und schlagen diese Punkte zur Diskussion vor: - aktuelle Erkenntnisse von IL und anderen - was ist mit dem angeblich existierenden überregionalen sexistischen Männernetzwerk? - unabhängige Aufklärung auf Vertrauensbasis gemeinsam mit Betroffenen und IL - Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung - grundsätzliches Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt in der linken Bewegung
Leider verweigert die IL weiterhin Gespräch und Dialog. Am 7. Februar hat die IL ein „Drittes Statement zu Vorfällen sexualisierter Gewalt“ veröffentlicht und damit das Outing trotz aller begründeten Zweifel aktualisiert (gespiegelt hier: https://t.ly/sAJT). Auch auf diese am 13. Februar veröffentlichten, sehr dringlichen und ernsten Statements von sechs Flinta-Personen gab es keine Reaktion: https://feministischeperspektiven1.wordpress.com/.
Deshalb haben wir die IL (Bundesorganisation) auf mehreren Wegen frühzeitig gebeten, zum zweiten Treffen am 22. März Vertreter:innen zu schicken, die mitdiskutieren und soweit möglich Fragen beantworten können. Wir meinen, dass der juristische Weg die Probleme in den linken Zusammenhängen nicht löst und wir gemeinsam politisch handeln sollten.
In ihrem Statement vom 7. Februar schrieb die IL: „Wir werden eine Untersuchung unter Einbindung Externer durchführen, die sämtliche Aspekte unvoreingenommen bewertet.“ Die Analyse der Fälschungen und Manipulationen der E-Mails der angeblich existierenden anonymen Quelle ist eine Sache von wenigen Tagen. Es sollten also bereits Ergebnisse vorliegen. Einer der Fehler der IL war, diese E-Mails und die von vielen erkannten Widersprüche nicht vor dem Outing zu prüfen. Dazu ausführlich: https://k3-2022.tumblr.com/post/708727959890100224/betroffene-unterst%C3%BCtzen-kollektiv-verantwortung
Das Treffen ist selbstverständlich autonom und kann sich Struktur und Themen wählen. Bitte kommt getestet und mit Maske. Es sollte keinen Ausschluss von Vulnerablen und Long-Covid-Geschädigten geben.
Eure Kontaktgruppe3 am 8. März 2023
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6 Statements von FLINTAS
“Wir sind maßlos entsetzt und enttäuscht. Nicht nur, dass wir seit fast einem Jahr massiv unter dem falschen Outing der IL leiden. Auch jetzt, trotz der unzweifelhaften Beweise, die belegen, dass die Beschuldigungen nicht zutreffend sind, erfahren wir keine Gerechtigkeit durch die IL. Vielmehr wird weiterhin an den falschen Behauptungen festgehalten und wir erleben weitere Demütigungen.” Vollständiger Text und die 6 Statements von FLINTAS hier: https://feministischeperspektiven1.wordpress.com/
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Sexualisierte Gewalt in der linken Bewegung und das falsche IL-Outing in Köln: Betroffene unterstützen, kollektiv Verantwortung übernehmen
Input für das öffentliche Treffen am 8. Februar in Köln
Am 11. Juli 2022 wurde C durch die Interventionistische Linke (IL) als Täter sexualisierter Gewalt geoutet. Er soll bei einem einvernehmlichen Date mit einer Frau (im Folgenden X genannt) ohne ihr Wissen und Einverständnis sexuelle Fotos gemacht haben. Diese Fotos soll er in einer Chatgruppe geteilt haben, die Teil eines größeren sexistischen Männernetzwerks sein soll.
Die Quelle für diese Vorwürfe ist laut Aussage von X eine bis heute unbekannte Informantin. Sie soll von der anonymen Mailadresse [email protected] zunächst an ein männliches IL-Mitglied und dann an X mehrere E-Mails gesendet haben. „Jennifer Hills“ schreibt in ihrer Mail vom 14.01.2022, dass sie Teil einer Gruppe sei, die das Männernetzwerk zerschlagen will: „wir sind fast am ziel und dürfen nur keine fehler machen, und du wirst dabei sein wenn sie das bekommen was sie verdienen.”
X hat die angeblich empfangenen E-Mails inklusive der E-Mail-Header in einer PDF-Datei dem Landgericht Düsseldorf vorgelegt. Der Header der ersten Mail ist eine plumpe Fälschung, die weiteren Mails sind manipuliert. Die zwei Fotos, die einer angeblichen Mail vom 14.01.2022 anhängen, haben keine Beweiskraft. Sie zeigen weder C noch sexuelle Handlungen. Die angebliche Quelle und ihre Gruppe sind seit einem Jahr spurlos verschwunden.
Grundlage für das Outing waren allein die Informationen der angeblich existierenden anonymen Quelle. Diese sind, wie sich herausgestellt hat, nicht glaubwürdig. Damit hat sich die Begründung der IL für das Outing als falsch erwiesen. Es muss deshalb öffentlich zurückgenommen werden.
Das angeblich existierende Männernetzwerk soll in mehreren Städten mit Methoden von „Pick-Up-Artists“ aktiv sein, große Mengen illegal bei Dates angefertigter Fotos und Videos gesammelt sowie sexualisierte Gewalt geplant haben. Aus der E-Mail von „Jennifer Hills" vom 03.01.2022: „Dauertests“ und „Belastungstests“ sowie „spontane Hausbesuche“ seien in einigen Städten geplant. Es ging also nicht um eine Bedrohung durch einen Einzeltäter, sondern um organisierte sexualisierte Gewalt einer überregionalen Männergruppe.
„Jennifer Hills“ soll im Oktober 2021 bei einem internen bundesweiten Treffen der IL in Köln ein langjähriges männliches IL-Mitglied angesprochen haben. Dieses Mitglied und X erfuhren laut den E-Mails Mitte Dezember 2021 von der Gefährlichkeit der sexistischen Männergruppe. Anfang März 2022 hat X der IL davon berichtet. Nach ihren eigenen Aussagen wollte X ausschließlich das Outing von C. Die IL hat sie darin unterstützt. Das angeblich existierende Männernetzwerk schien niemanden weiter zu interessieren. Im zweiten und dritten Outing-Statement der IL vom 27.07.2022 und 07.02.2023 wird es gar nicht mehr erwähnt.
Wir haben seit August 2022 selbst in der Kölner linken Szene nach dem Männernetzwerk recherchiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die IL dort nicht ermittelt. Weiterhin hat sie die Zusammenarbeit mit uns bei der Recherche abgelehnt.
Das Outing lief bundesweit mit Foto, eigenem Twitter-Hashtag und verstärkt durch Artikel in taz und nd. Die Folgen sind katastrophal: - die Aufklärung der behaupteten Bedrohung durch das Männernetzwerk wurde erschwert - die Verunsicherung in der linken Szene blieb bestehen - C und seine Familie (darunter zwei FLINTA*-Personen) sind schwer in ihrer psychischen Gesundheit und existenziell materiell geschädigt, vor allem beruflich - X ist in einer rechtlich problematischen Lage Alle Betroffenen sollten auf unsere Unterstützung zählen können.
Die politische Verantwortung liegt bei der IL und ihrer „bundesweiten Ansprechgruppe“. Im ersten Outing-Text vom 11. Juli 2022 behauptet die IL: „Es gibt keinen Zweifel daran: Die geteilten Informationen können C eindeutig zugeordnet werden.“ Das war eine Lüge, denn innerhalb und außerhalb der IL hatten viele Leute und Gruppen gut begründete Zweifel geäußert. Diese Zweifel wurden ignoriert und als „Täterschutz“ denunziert. So wurden Vertrauensbeziehungen beschädigt und Menschen eingeschüchtert. Eine Folge war, dass die Kölner IL-Mitgliedsgruppe K2 sich auflöste.
Die IL schreibt (https://interventionistische-linke.org/leitfaden): „Die Unterstützungsarbeit findet auf der Basis von Parteilichkeit statt. Mit Parteilichkeit ist gemeint, die Wahrnehmung der betroffenen Person nicht in Frage zu stellen.“ Das finden wir richtig. Informationen einer anonymen Quelle sind aber nicht Teil der eigenen Wahrnehmung und müssen daher geprüft werden. Dies hat die IL im Kölner Fall nicht nur versäumt, sondern offensiv verweigert.
Wir müssen verhindern, dass durch Fälle wie diesen das Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt erschwert wird. Das falsche Kölner IL-Outing muss deshalb gründlich aufgearbeitet werden. Die IL sollte ihre Gesprächsverweigerung beenden und bereit sein, die Vorgänge gemeinsam mit unabhängigen Leuten auf Vertrauensbasis aufzuklären. Wir haben das seit August letzten Jahres angeboten, müssen aber nicht unbedingt beteiligt sein. Die linke Bewegung sollte jetzt kollektiv Verantwortung übernehmen.
Von Kontaktgruppe3 am 8. Februar 2023 PDF: https://drive.google.com/file/d/16HwL2g4757ZxjIx5PARKkmkheZctuUAZ/view
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Erinnerung zum öffentlichen Treffen am 8. Februar in Köln
Erinnerung für alle, die trotz der furchtbaren Katastrophe in der Türkei, Syrien und Kurdistan Kraft und Geduld haben, bei der Klärung mitzuhelfen: Öffentliches Treffen zum IL- Outing und weiterem Vorgehen Mittwoch, 8. Februar, 19 Uhr, Alte Feuerwache (Offener Treff oder Versammlungsraum)
Bitte kommt getestet und mit Maske. Es soll keinen Ausschluss von Vulnerablen und Long-Covid-Geschädigten geben.
Update: Die IL hat bisher nicht reagiert und ist leider immer noch nicht zum Gespräch mit uns oder anderen bereit.
Eure Kontaktgruppe3 07.02.2023
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Falsches Kölner IL-Outing: Antworten & öffentliches Treffen am 8. Februar
Vor zehn Tagen hat die Unterstützergruppe der vom Outing durch die Interventionistische Linke (bundesweit) im Juli 2022 Betroffenen diese Stellungnahme veröffentlicht: https://gegendarstellungouting.wordpress.com/aufgedeckt-kolner-il-outing-basiert-auf-gefalschten-beweisen-und-falschen-behauptungen/ Wir ("Kontaktgruppe3") hatten als eigenständige, seit August 2022 aktive Gruppe diese Stellungnahme geprüft und für sachlich richtig befunden: https://k3-2022.tumblr.com/post/706515859129155584/aufgedeckt-k%C3%B6lner-il-outing-basiert-auf
Zu euren Fragen an uns:
1. Die IL hat bisher nicht reagiert und leider keinen Kontakt mit uns aufgenommen. Wir hoffen auf eine baldige klärende Antwort.
2. In der Stellungnahme und unserer Bestätigung fehlt eine Position zum grundsätzlichen Umgang mit sexualisierter/sexueller Gewalt in der linken Bewegung. Das ist ein Mangel, danke für die Kritik! Wir wünschen uns dazu einen solidarischen Diskussionsprozess, der die Erfahrungen mit dem Kölner Fall einbezieht. Es muss verhindert werden, dass durch Fälle wie diesen das Vorgehen gegen sexualisierte/sexuelle Gewalt erschwert wird.
3. Wir empfehlen diesen Beitrag von Flintas aus Kontaktgruppe3 zur Aufarbeitung: https://k3-2022.tumblr.com/post/707397097580904449/statement-zu-den-aktuellen-entwicklungen-des Sinnvoll ist auch die prüfende Lektüre des IL-Leitfadens: https://interventionistische-linke.org/leitfaden Rehzi Malzahn hat die Aufdeckung kommentiert: https://rehzimalzahn.net/nachricht-aus-der-schlangengrube/
4. Wir laden wegen des großen Redebedarfs zu einem Treffen ein: Mittwoch, 8. Februar, 19 Uhr, Alte Feuerwache (Offener Treff oder Versammlungsraum)
Kontaktgruppe3 (Klaus F., Zöhre G., Paula R., Sophia, Ulf P. und weitere Aktivistinnen)
Köln, 25. Januar 2023
[email protected] https://k3-2022.tumblr.com
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Statement zu den aktuellen Entwicklungen des IL-Outings
Die Kontaktgruppe3 ist eine unabhängige Recherchegruppe, die in den letzten Monaten versucht hat, das von der Interventionistischen Linken (IL) behauptete sexistische Männernetzwerk aufzudecken. Dazu haben wir zunächst auf neutraler Ebene das Gespräch gesucht. Die Gesprächsangebote an die IL wurden jedoch von dieser nicht angenommen. Dennoch haben wir weiterhin versucht, möglichst viele Informationen zusammen zu tragen, mit dem Ziel das sexistische Männernetzwerk aufzudecken und dem Vertrauensverlust innerhalb der linken Szene, etwas entgegenzusetzen. Das Ergebnis unserer Recherche deckt sich mit den Aussagen des am 15.01.23 veröffentlichten Statements, das von den Betroffenen und Kritiker:innen des Outings erarbeitet wurde.
Viele Menschen, sowohl innerhalb der IL als auch in verschiedenen anderen politischen Strukturen sowie im erweiterten Umfeld, hatten Fragen und Zweifel zum Outing im Juli 2022. Die IL ist weder vor, noch nach dem Outing auf diese Zweifel eingegangen und hat Nachfragen abgeblockt. Es hätte viele Wege gegeben, mit den Vorwürfen umzugehen, ohne sie zu verharmlosen. Die IL hat sich trotz zahlreicher Bitten und geäußerter Zweifel entschieden, an die Öffentlichkeit zu treten. Nur deshalb wird dieser Diskurs jetzt öffentlich ausgetragen, der auch innerhalb der linken Szene hätte geklärt werden können.
In dem Outing wurde behauptet, es gebe keine Zweifel an der Darstellung der IL. Diese falsche Behauptung hat auf vielen Ebenen nachhaltig Schaden angerichtet, den wir im Folgenden benennen möchten. Wir möchten aufzeigen: Ein solches Verhalten hat massive Konsequenzen:
Die IL hat nicht nur das Leben des geouteten Genossen und seiner Familie existenziell beschädigt, sondern viele weitere Opfer hervorgebracht und der linken Szene insgesamt immensen Schaden zugefügt. Durch die – wie sich jetzt herausgestellt hat – erdachten Vorwürfe gegen C. und den weiteren Umgang mit diesen, wurde eine funktionierende Kölner Politgruppe (eine IL Ortsgruppe; K2) zerstört. Die meisten der ehemaligen Mitglieder sind seitdem nicht mehr in politischen Zusammenhängen aktiv. Viele Menschen aus dem erweiterten Umfeld haben sich von der linken Szene abgewandt, da ihr Vertrauen in diese nachhaltig gestört wurde.
Eine autoritäre Vorgehensweise der IL, die auf blindem Vertrauen in bestimmte Gremien beruht, hat dazu geführt, dass kritisches Nachfragen durch Täterschutzvorwürfe praktisch verunmöglicht wurde. Die IL und ihre Unterstützer:innen sorgten stets dafür, dass gerade bei den Plena, auf denen sie Fragen zu ihrem Vorgehen beantworten sollten und auf denen es eigentlich zu einer Debatte kommen sollte, kritische Stimmen gezielt eingeschüchtert wurden. Zudem wurden auf diesen Plena von der IL unterschiedliche, sich teils widersprechende Aussagen weitergegeben, was dafür spricht, dass diese selbst nicht richtig über den Sachverhalt informiert waren, dies aber dennoch unkritisch hinnahmen. Diese unkritische Übernahme führte schließlich zu deutschlandweiten Reaktionen, bis hin zu Artikeln in der taz und im nd. Die IL kennt offenbar für Flinta nur zwei Rollen: Die der Täterschützer:in und die des Opfers. Dass es nie im Interesse der IL war, eine wirkliche feministische Politik zu betreiben, zeigt sich an vielen Punkten:
So wurden etwa nie Flinta aus der Politgruppe Cs. oder aus seinem Umfeld angesprochen und nach möglichen schlechten Erfahrungen mit diesem befragt oder gar gewarnt. Auch Partner:innen von männlichen Mitgliedern der Gruppe wurden nie befragt oder über den Sachverhalt von der IL selbst aufgeklärt. Die IL hat zu keinem Zeitpunkt zu der Bedrohung durch das angeblich bestehende Männernetzwerk recherchiert und verweigerte eine angemessene Offenlegung ihrer Informationen. Ihr einziger Beitrag war das Outing mit dem Hinweis, dass sich betroffene Personen doch bitte melden sollten. Dies hätte schon deswegen nicht funktionieren können, da potenziell Betroffene nicht wissen konnten, ob sie ebenfalls ein Opfer dieses vermeintlichen Netzwerks sind. Hätte es dieses also tatsächlich gegeben, wären die betroffenen Flinta komplett alleine gelassen worden. Aufgrund einer völlig fragwürdigen Beweislage dies aber zu behaupten bedeutet, dass eine große Anzahl von Flinta in die Sorge versetzt wurden, ein mögliches Opfer dieser Machenschaften geworden zu sein. Jeder Mann hätte Teil dieses Männernetzwerks sein können, womit auch jeder Genosse ein möglicher Täter wäre. Die Ängste, die dadurch bei vielen Flinta innerhalb der linken Szene verursacht wurden, hat die IL verursacht, so dass wir auch von dieser fordern, öffentlich einzugestehen, dass sie keinerlei Informationen zu der Existenz des Netzwerks haben und sie diese Ängste völlig grundlos geschürt haben.
Die IL hat einen großen Schaden in der linken und linksradikalen Szene angerichtet, indem sie nicht nur antifeministisch gehandelt hat, sondern auch sexuelle Gewalt durch unpassende Vergleiche verharmloste. Interne Vorgehensweisen und Informationen über die eigenen Strukturen und über Strukturen, die mit ihnen zusammenarbeiten, werden der Polizei und der Justiz auf dem Silbertablett serviert. Sie sind mit offensichtlichen Falschaussagen an die Öffentlichkeit gegangen und haben mit ihrer "zweifelsfrei bewiesen"-Argumentation das Vertrauen in die linke Szene bei vielen zerstört. Was aber vielleicht am schwersten wiegt ist, dass das Vorgehen gegen sexuelle Gewalt durch ein solches Vorgehen erschwert wird, da unter anderem die Glaubwürdigkeit von Flinta, die sexuelle Gewalt erlebt haben, unter einem solchen Vorgehen leidet. Das Sicherheitsgefühl von Flinta innerhalb der linken Szene wurde nachhaltig beeinträchtigt, die Position von Opfern und damit die Sicherheit von Flintas wurde geschwächt.
Die autoritäre Denkweise der IL, die dazu führt, dass lieber geschwiegen wird, als eine Gegenmeinung zu formulieren, wurde von einer linken Szene angenommen, die lieber opportunistisch agiert oder aus Angst vor Konflikten Sachverhalte ignoriert, anstatt Haltung zu zeigen. Gut begründete Gegenmeinungen werden in so einem Umfeld weder gehört, noch berücksichtigt oder abgewägt. Große Teile der linken Szene schauten allerdings trotz eines unguten Gefühls diesem „Prozess“ lieber stillschweigend zu. Rechtsgrundsätze wurden in ihr Gegenteil verkehrt. Statt Gewaltenteilung hat sich die IL selbst zum Ermittler, Richter und Strafenden ernannt, statt Unschuldsvermutung wurde der „Täter“ abgeurteilt, ohne ihn auch nur einmal anzuhören, statt Beweise zu prüfen wurden kritisch nachfragende Flinta zu Täterschützer:innen erklärt. Selbst reine Kritik am Verfahren wurde nicht ernst genommen.
Wir fordern die IL auf, endlich verantwortlich, solidarisch und vor allem endlich feministisch zu handeln!
Existenzieller Schaden wurde bei C., seiner Familie und seinem Umfeld angerichtet. Vertrauen in der linken Bewegung ist beschädigt. Nicht zuletzt schadet das falsche Vorgehen der IL dem Kampf gegen Sexismus.
Wir fordern von der IL eine lückenlose Aufarbeitung der benannten Geschehnisse. Die IL muss transparent machen, wie es zu einem solchen Outing kommen konnte und die entsprechenden Täter:innen zur Verantwortung ziehen. Eine solches Vorgehen darf nicht noch einmal passieren. Strukturen, in denen so etwas möglich ist, müssen diese dementsprechend überarbeiten. Ansonsten sehen wir nicht, wie mit solchen vertrauensvoll zusammengearbeitet werden kann.
Köln, 25. Januar 2023
Von Flintas aus Kontaktgruppe3
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Aufgedeckt: Kölner IL-Outing basiert auf gefälschten E-Mails und falschen Behauptungen
Die Unterstützer:innen der von dem Outing durch die Interventionistische Linke (IL) im Juli 2022 Betroffenen haben heute diese Stellungnahme veröffentlicht:
https://gegendarstellungouting.wordpress.com/aufgedeckt-kolner-il-outing-basiert-auf-gefalschten-beweisen-und-falschen-behauptungen/
Wir haben diese Darstellung geprüft. Sie deckt sich mit unseren Erkenntnissen: Die Beweise (angebliche E-Mails von einer angeblichen anonymen Quelle) sind Fälschungen, die Vorwürfe gegen C. sind erfunden, C. hat die ihm vorgeworfenen Taten nicht begangen.
Wir fordern die IL auf, jetzt verantwortlich zu reagieren. Als ersten Schritt muss sie das Outing zurücknehmen und den Fehler öffentlich machen.
Es gab viele Fragen und Zweifel zum Outing, auch innerhalb der IL. Deshalb sind wir aktiv geworden und haben ausführliche Gespräche mit Beteiligten auf allen Seiten geführt sowie umfassend recherchiert.
Klaus F., Zöhre, Paula, Sophia, Ulf
Köln, 15. Januar 2023
Kontakt: [email protected] Siehe auch: https://k3-2022.tumblr.com
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